Sony Xperia X

Sony Xperia X

Die Smartphone-Oberklasse von Sony rangiert jetzt unter dem Zusatz „X“. Den Einstand der Reihe macht ein Phone mit Edel-Optik & Top-Leistung. Das Xperia X im Test!

Die Xperia-Z-Reihe gibt es nicht mehr, ab sofort hören die Top-Smartphones von Sony auf den Zusatz „X“. Die Kamera, der Akku, das Design und den Alltag erleichternde Zusatzfunktionen sollen ab jetzt im Vordergrund stehen. Hört sich doch gut an. Schauen wir uns an, was der erste Vertreter der X-Reihe zu bieten hat.

Rein optisch ist das Xperia X keine Neuerfindung. Das Design erinnert klar an den Vorgänger – was nicht verkehrt ist, denn schon das Z5 war schlicht, elegant und hochwertig. Diesmal ist die Rückseite nicht aus Glas, sondern aus Metall, außerdem sind die Kanten etwas stärker abgerundet. Schade: Wasserdicht ist das Xperia X im Gegensatz zum Z5 nicht mehr. Die Größe ist angenehm, das 5-Zoll-Gerät liegt gut in der Hand. Der Fingerabdrucksensor ist wieder auf der rechten Seite im Power-Knopf untergebracht. So kann man das Telefon gleich beim In-die-Hand-Nehmen mit dem rechten Daumen entsperren. Der Sensor arbeitet sehr schnell und präzise.

Der Full-HD-Bildschirm bietet kräftige Farben und eine sehr gute Helligkeit, sodass man ihn auch an sonnigen Tagen ablesen kann. Bei der Auflösung – beim Sony nur Full HD – bietet die Konkurrenz teilweise mehr, doch zu sehen ist der Unterschied nur im direkten Vergleich aus nächster Nähe, und selbst da nur bei winziger Schrift.

Bei der Performance reiht sich das Xperia X im oberen Mittelfeld ein. Der Snapdragon-650-Prozessor (2x 1,8 GHz und 4x 1,4 GHz) sorgt für einen flüssigen Betrieb und schnelle App-Starts. Aktuelle Top-Modelle wie das Samsung Galaxy S7 und HTCs 10 sind hier zumindest in den Benchmarks rund 30 bis 60 Prozent schneller, in 3D-Tests ist der Vorsprung noch größer. Im Normalbetrieb merkt man davon aber nichts, in 3D-intensiven Games allerdings schon. Wer mehr Speed braucht, muss zum Xperia X Performance greifen, dem in Kürze erscheinenden neuen Flaggschiff.

Die Hauptkamera schießt Fotos mit 23 Megapixeln – mehr als der Großteil der Konkurrenz. Tagsüber können sich die Fotos durchaus sehen lassen. Schärfe und Detailgrad sind gut. Der Dynamikumfang könnte hingegen besser sein, helle Bildteile wirken oft überbelichtet. Der „prädikative Autofokus“ arbeitet die meiste Zeit sicher und hält bewegte Objekte gut im Fokus, hin und wieder liegt die Schärfe aber daneben. Er ist flott, kommt jedoch nicht an Samsungs Galaxy S7 heran. Nachts sind die Ergebnisse hingegen nur mittelmäßig. Hier liegt die Konkurrenz in Form von Galaxy S7 und LGs G5 deutlich vorn. Sehr gut ist dafür die Frontkamera. Mit einer Auflösung von 13 Megapixeln liefert sie äußerst detaillierte Selfies. Videos nimmt das Xperia X maximal mit Full-HD-Auflösung und mit 60 Bildern pro Sekunde auf. Etwaige Hitzeprobleme, die laut einigen Internetseiten nach vier bis fünf Minuten auftreten sollen, haben wir im Test übrigens nicht bemerkt. Wir konnten problemlos länger als zehn Minuten filmen. Die Full-HD-Videoqualität ist sehr gut, 4K-Aufnahmen würden aber noch mehr Details liefern. Bei der Akkulaufzeit verspricht Sony bis zu zwei Tage, und das kommt gut hin. Nutzt man das Xperia X intensiver, wird man es täglich laden müssen, ganz so wie bei der Konkurrenz.

Das Fazit

Das Xperia X ist für sich gesehen ein solides Mittel-/Oberklasse-Smartphone. Es ist nur schlicht zu teuer. Für ein High-End-Modell reicht die Leistung dann doch nicht, dennoch kostet es ähnlich viel wie die Top-Modelle der Konkurrenz. Andere Mittelklasse-Phones wiederum bieten nicht viel weniger, sind aber oft deutlich günstiger. Das Xperia X sitzt hier irgendwie zwischen den Stühlen. Man kann nur hoffen, dass es möglichst schnell im Preis sinkt. Bis dahin wird es sich gegen das ähnlich teure, aber bessere Samsung Galaxy S7 schwertun.

Sony Xperia X

➜ 5"-LCD (1.920 x 1.080 Pixel)
➜ Android 6.0, LTE, WLAN ac
➜ 3 GB RAM, 32 GB Speicher
➜ 23-/13-Mpx-Kamera, microSD
➜ 143 x 69 x 7,9 mm, 153 g
➜ Preis: ca. € 600,-

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