OnePlus 5 im Test

OnePlus 5 im Test

Für Top-Smartphones von Samsung, Sony & Co muss meist tief in die Tasche gegriffen werden. Es gibt jedoch auch High-End-Androiden zu moderaten Preisen – wie etwa das OnePlus 5.

OnePlus? Nie gehört! Was ist das? Noch immer ist die chinesische Smartphone-Marke in Österreich nur wenig bekannt. Dabei begann die Erfolgsstory bereits im Dezember 2013, als Pete Lau und Carl Pei das Start-up OnePlus gründeten. Sie setzten sich zum Ziel, Smartphones mit einer Balance aus gutem Preis und hoher Qualität zu bauen. Das Vorhaben ging bereits mit dem OnePlus One auf. Als „Flagship-Killer“ beworben, brachte es High-End-Leistung, kostete aber wesentlich weniger als die Android-Konkurrenz von Samsung und HTC. Seither folgten die Modelle 2, 3 und zuletzt Ende 2016 das 3T. Bei der Weiterentwicklung legte OnePlus stets viel Wert auf das Feedback der User. Dieser Tradition bleibt man nun auch mit dem seit Sommer 2017 erhältlichen Modell 5 treu. Sie fragen sich jetzt, warum es kein „Modell 4“ gibt? Die Zahl 4 gilt in China als Unglückszahl, weshalb das neueste Smartphone aus dem Hause OnePlus als Modellnamen gleich die „5“ bekommen hat. Was also darf man vom neuen One Plus 5 erwarten?

Optisch sehr viel, auch wenn oftmals der Vorwurf aufkommt, dass es sich bei dem Smartphone aus China um eine „dreiste iPhone-Kopie“ handeln würde. Eine gewisse Ähnlichkeit, gerade die Rückseite betreffend, ist nicht zu leugnen. Das Gehäuse aus eloxiertem Aluminium macht einen hochwertigen Eindruck, die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen und das rund 150 Gramm leichte Smartphone liegt hervorragend in der Hand. Angeboten werden zwei Versionen. Für 499 Euro erhält man 6 GB RAM und 64 GB internen Speicher. Wer 60 Euro mehr investiert, bekommt nicht nur 128 GB an internem Speicher – was auch ohne zusätzlichen microSD-Kartenslot ausreichend ist –, sondern auch eines der ersten Smartphones, die mit 8 GB RAM arbeiten. Multitasking in Höchstgeschwindigkeit ist damit garantiert. Verzögerungen – etwa beim Wechsel zwischen speicherintensiven Apps – gibt es nicht!

Ein weiteres großes Plus der 5er-Generation sind die hervorragenden Fotos, die man mit den Smartphones schießen kann. Dafür verantwortlich sind zwei Sony-Kameras mit 16 (Weitwinkel) bzw. 20 (Hauptkamera) Megapixeln. Hinzu kommt eine weitere 16-Megapixel-Frontkamera, die auch Top-Selfies ermöglicht. Sowohl im Vergleich mit den Vorgängermodellen als auch mit den direkten Konkurrenten kann das OnePlus 5 im Fotobereich jede Menge Pluspunkte einfahren. Apropos Plus: Dank der „Dash Charge“-Schnellladetechnik ist das Gerät in 84 Minuten komplett von 0 auf 100 Prozent aufgeladen und hält danach einen ganzen Tag.

Fazit: Wer ein Android-High-End-Smartphone zum fairen Preis sucht, ist beim OnePlus 5 absolut richtig. Der Begriff „Flagship-Killer“ ist allerdings – wie seinerzeit beim OnePlus One oder dem OnePlus 2 – nicht mehr wirklich angebracht, da 560 Euro für die 128-GB-Version schon recht viel sind. Trotzdem: Top-Performance, hervorragende Fotos, gute Akkulaufzeit und eine ansprechende Optik sprechen ganz klar für das OnePlus 5.

OnePlus 5

➜ 5,5" AMOLED Full HD (1.920 x 1.080)
➜ Android 7.1, LTE, Wi-Fi b/g/n, BT 5.0
➜ 6/8 GB RAM, 64/128 GB Speicher
➜ CPU: Qualcomm Snapdragon 835 (Octa-Core, 10 nm, bis zu 2,45 GHz)
➜ 20-Mpx-Hauptkamera, 16-Mpx-Weitwinkelkamera, 16-Mpx-Frontkamera
➜ 154,2 x 74,1 x 7,25 mm, 153 g
➜ Preis: € 499,– (64 GB) / € 559,– (128 GB)