Lima Ultra im Test

Lima Ultra im Test

Von überall und mit jedem Device auf wichtige Daten zugreifen – das geht mit Lima Ultra problemlos. Der Unterschied zu Dropbox und Co: Die Files liegen nicht auf fremden Servern, sondern auf der Festplatte im Heim-Netzwerk.

Storage-Dienste wie Microsofts OneDrive, Dropbox oder Google Drive haben die Datenverfügbarkeit revolutioniert. Anstatt Dokumente, Fotos, Videos oder Musik ausschließlich lokal zu speichern, lädt man die Files in die Cloud und kann mit jedem internetfähigen Gerät darauf zugreifen oder sie unkompliziert mit anderen teilen. Der Nachteil bei diesen Angeboten ist, dass man nicht wirklich weiß, wo die privaten Daten physisch gespeichert sind und wer alles darauf zugreifen kann. Genau hier setzt die Cloud-Lösung Lima an.

Die Idee ist nicht neu. NAS-Lösungen und Online-Speicher zum Selbermachen gibt es bereits. Allerdings muss man mitunter technisch recht versiert sein, um sie einzurichten. Der Einsatz von Lima hingegen erfordert weder besondere Computer- noch Netzwerkkenntnisse. Auf der diesjährigen CES in Las Vegas haben die Lima-Macher, ein französisches Start-up, die neueste Version ihrer Cloud-Lösung vorgestellt: Lima Ultra. Die internationale Markteinführung soll im März über die Bühne gehen – wir konnten die Lima-Box schon vorab testen.

Die Cloud-Technologie von Lima Ultra ist in einer 9 x 4 x 2 cm großen Adapter-Box verpackt, die lediglich über drei Anschlüsse verfügt (Ethernet, USB und Strom). Da die Datenspeicherung nicht auf fremden Servern stattfindet, wird ein externes Speichermedium benötigt, das nicht im Lieferumfang enthalten ist. Das Einrichten der privaten Cloud funktioniert denkbar einfach: Erst den externen Datenträger via USB-Port mit der Lima-Box verbinden, dann mit dem beiliegenden LAN-Kabel eine Verbindung zum Router herstellen und anschließend das Lima-Netzteil an eine Stromquelle anschließen. Jetzt muss man nur noch die Zugangssoftware aus dem Netz laden und installieren. Durch das Set-up am PC führt ein minimalistisch gestalteter Assistent, das Ganze ist in zwei bis drei Minuten erledigt. Für mobile Geräte gibt es die kostenlose Lima-App, deren Interface ebenfalls sehr übersichtlich gehalten ist.

Nach dem Anlegen eines Accounts mit E-Mail und Passwort ist der private Cloud-Speicher auch schon bereit: Lima erscheint wie ein herkömmliches Laufwerk im Windows-Explorer, die gewünschten Daten können gleich in die persönliche Cloud verschoben werden. Startet man nur Augenblicke später die Lima-Anwendung auf einem anderen Gerät, hat man bereits Zugriff auf die Files.

Die Synchronisierung zwischen Heim-PC, Laptop, Tablet und Smartphone erfolgt ohne Verzögerung, weil die Geräte direkt miteinander kommunizieren (Peer-to-Peer) und weil nur Metadaten synchronisiert werden. Erst beim Öffnen einer Datei wird der Download eingeleitet, der eine Torrent-Technologie nutzt, bei der alle aktiven Geräte an der Datenübertragung teilnehmen.

Lima Ultra kann aber noch mehr. Das System erkennt Medien in der Cloud und ermöglicht das Streaming von Musik und Videos über die App. Da kann sich so mancher das Abo für Spotify und Co sparen. Selbstverständlich können heruntergeladene Files via Smartphone mit Freunden geteilt werden. Eine Freigabe-Funktion wie etwa bei Dropbox gibt es dagegen nicht.

Das Wichtigste aber ist: Alle File-Transfers werden verschlüsselt (AES 256-Bit). Zudem sind auch die Daten auf der Festplatte verschlüsselt – wird die Disc gestohlen, sind die Files für Fremde unbrauchbar. Ums Daten-Back-up muss man sich hingegen selbst kümmern: Es kann etwa eine zweite Lima-Box angehängt werden. Die Lima-Software sorgt dafür, dass der Daten-Status auf beiden Geräten permanent gespiegelt wird.

Wer auf große Datenmengen inklusive Musik- und Videosammlung von überall zugreifen und seine Daten niemand anderem anvertrauen will, fährt mit Lima unterm Strich günstiger als mit vielen Online-Anbietern und erhält eine sichere und simpel zu handhabende Cloud-Lösung.

Lima Ultra

➜ Kompatibel ab Win7, OS X 10.10, iOS 9 & Android 4.0
➜ Unterstützt SDD/HDD bis 7 TB
➜ Lieferumfang: Lima Device, Netzwerkkabel, Adapter
➜ Maße: 2,0 x 4,0 x 8,9 cm,
➜ Gewicht: 152 g
➜ Preis: € 129,99