Im Test: JBL Bar 3.1

Im Test: JBL Bar 3.1

Generation Laut: Das JBL-Ensemble Bar 3.1 liefert nicht nur beeindruckenden Heimkinosound, sondern stellt mit seiner geballten 450-Watt-Power auch so manche Musikanlage in den Audio-Schatten.

Wer sich für die JBL-Heimkinolösung Bar 3.1 entschieden hat, erlebt die erste Überraschung bereits vor dem Zahlen an der Kassa: Der Karton ist nämlich nicht nur ziemlich schwer, sondern, da er sowohl Soundbar als auch Subwoofer enthält, auch von ungewöhnlicher Form. Wie ein nahezu mannshohes „L“ sieht er aus und ist darob ziemlich unhandlich. Im Lieferumfang befinden sich neben der zierlich wirkenden Soundbar, die mit sechs 56-mm-Racetrack-Treibern und drei 32-mm-Hochtönern ausgestattet ist, auch der 12 kg schwere Subwoofer sowie Fernbedienung, Netzkabel, ein HDMI-Kabel, ein AUX-Kabel (Mini-Klinke), eine Halterung zur Wandmontage und das Manual. Zum Auspacken muss das „L“ auf den Rücken gelegt werden, um zuerst die Soundbar und dann den Basswürfel herausziehen zu können.

Die Installation ist simpel: Im ersten Schritt wird die Soundbar mit dem TV-Gerät verbunden – das erfolgt entweder über ein optisches Kabel (nicht mitgeliefert) oder idealerweise per HDMI-Kabel. Zum Anschluss weiterer Geräte wie Blu-ray-Player, Spielkonsole, PC und Co stehen drei weitere HDMI-Eingänge zur Verfügung, die allesamt fähig sind, ein 4K-Signal durchzuschleifen. Wer also schon auf den Full-HD-Nachfolgestandard setzt, darf getrost zur JBL-Lösung greifen.

Zu guter Letzt wird noch der Subwoofer angeschlossen. Nur ans Stromnetz freilich, denn der Basswürfel ist drahtlos konzipiert und kann deshalb auch direkt neben der Fernsehcouch platziert werden.

Erster Soundcheck

Zu Testzwecken wurde die Soundbar vorerst ohne Bassunterstützung in Betrieb genommen. Schließlich bietet JBL das Heimkinosystem in insgesamt vier Varianten an: als Bar Studio (2.0-Soundbar), Bar 2.1 (2.1-Soundbar plus Subwoofer), Bar 3.1 (Testmodell) und Bar 5.1 (5.1-Soundbar plus Subwoofer und zwei Rear-Speaker). Ohne Subwoofer war der Sound wenig überzeugend, der Klang flach und extrem bassarm. Es ist daher empfehlenswert, zumindest zur 2.1-Variante mit Subwoofer zu greifen; ohne Bassbox macht die schlanke Soundbar nicht wirklich etwas her – mit einigermaßen vernünftigen Lautsprechern ausgestattete TV-Geräte dürften kaum schlechter klingen.

Schaltet man aber den Subwoofer hinzu, setzt Staunen ein: Der im drahtlosen Basswürfel verbaute 250-mm-Treiber macht ordentlich Druck und fettet den Sound erheblich auf. Der Klang ist voll und erfüllt selbst große Räume. In „Jurassic Park“ etwa meint man den dumpfen Atem des T-Rex direkt im Gesicht zu haben. Wer ihn dann auch noch im Nacken spüren möchte, muss eben zur mit zwei drahtlosen Rear-Speakern und der Ultra-HD-Soundbar ausgestatteten 5.1-Variante des JBL-Sets greifen.

Alle Geräte in einem System

Sehr erfreulich ist, dass für den Anschluss zusätzlicher Geräte insgesamt drei weitere 4K-taugliche HDMI-Anschlüsse zur Verfügung stehen. So kann der Sound zusätzlicher Komponenten wie Blu-ray-Player, Spielkonsole oder PC wiedergegeben werden, ohne vorher irgendwelche Kabel umstecken zu müssen. Neben den HDMI-Eingängen stehen außerdem noch ein optischer und ein analoger Audioeingang sowie ein USB-Anschluss zur Verfügung.

Wer Musik genießen möchte, kann etwa sein Smartphone per AUX-Kabel direkt anschließen oder via Bluetooth 4.2 streamen. Musik macht mit der Bar 3.1 richtig Spaß: Der Bass lässt sich via Fernbedienung in 30 Stufen regeln, Rock, Pop, Hip-Hop und R’n’B kommen fett; bei reich instrumentierter, facettenreicher Musik tun sich im Hochfrequenzbereich allerdings kleine Schwächen auf – hohe Töne wirken bisweilen etwas zu scharf und kantig.<<

Fazit: Ganz ohne jeden Zweifel ist die JBL Bar 3.1 ein würdiges Upgrade für Heim-Cineasten. Im Zusammenspiel mit dem Subwoofer entsteht ein wirklich voller Klang, der beim Filmeschauen überzeugt. Auch beim Musikhören gibt es wenig auszusetzen, für Partyeinsätze reicht es allemal. Die Soundbar allein, wie sie in der Basisversion zu haben ist, wirkt jedoch zu flach und bassarm – man sollte also jedenfalls auf eine der Varianten mit Subwoofer setzen.

JBL Bar 3.1


➜ 3.1-Soundsystem mit Soundbar und drahtlosem Subwoofer
➜ 450 Watt Gesamtleistung
➜ 4K-Konnektivität mit 3x HDMI-In
➜ Audioeingänge: 1x optisch, 1x analog, Bluetooth und USB
➜ Musik-Streaming via Bluetooth 4.2
➜ Frequenzgang: 36 Hz bis 20 kHz
➜ Preis: ca € 491,–