Fossil Q Explorist (3. Gen) im Test

Fossil Q Explorist (3. Gen) im Test

Das runde Metallgehäuse und das Lederarmband lassen die neue Fossil Q Explorist wie eine klassische Armbanduhr aussehen. Unter der Haube werkeln aber weder Zahnräder noch Federn, sondern Google Wear OS 2.0.

Es ist ein wenig still geworden um smarte Uhren. Vor allem im Android-Lager tat sich in den letzten Monaten wenig. Viele der bekannten Smartphone-Hersteller und einstigen Smartwatch-Anbieter wie Sony, Motorola, LG oder Asus haben sich von Smartwatches mehr oder weniger verabschiedet. Dafür sprangen zuletzt einige Uhrenhersteller in die Bresche, allen voran Fossil. Die Fossil Q Explorist ist mittlerweile bereits in der dritten Generation erhältlich. Wir haben uns angesehen, was sie kann.

Optisch erinnert die Q Explorist an Samsungs Gear S3, sprich eine Smartwatch in klassischem Chronometer-Design mit rundem OLED-Display. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl, die Bänder aus Leder. Alternativ gibt es die Q Explorist auch mit einem Gliederarmband aus Metall. Die Uhr sieht edel aus und fühlt sich sehr hochwertig an. Sie ist IP67-zertifiziert und somit wasserdicht. Zum Laden wird die Uhr auf das mitgelief­erte Induktionsladegerät gelegt, ein Netzteil liegt jedoch nicht bei. Praktisch: Der smarte Fossil-Zeitmesser wird nicht nur über den Touchscreen bedient, sondern auch über zwei frei belegbare Knöpfe sowie die drück- und drehbare Krone.

Wenige Sensoren

Vom Funktionsumfang her deckt die Q Explorist die Smartwatch-Basics ab. Bluetooth, WLAN, Mikro, Lautsprecher und Schrittzähler sind an Bord. Somit kann man mit der Uhr Benachrichtigungen empfangen, Sprachbefehle nutzen, Telefonate führen (bei gekoppeltem Smartphone), Aktivitäten tracken und Musik steuern. Selbstverständlich lässt sich auch auf Wear-OS-Apps zugreifen. Features wie GPS, NFC oder Pulsmesser fehlen hingegen. Heißt: Sportbegeisterte müssen sich nach einer anderen Smartwatch umsehen.

Am Design, der Verarbeitung, der Displayqualität und der Reaktions­geschwindigkeit gibt es nichts aus­zusetzen. Mit zwei Mankos muss man jedoch leben. Einerseits wäre das Googles Wear OS: Das Smartwatch-Betriebssystem glänzt nicht unbedingt durch eine sonderlich intuitive Bedienung und wirkt ein wenig vernachlässigt. Wenn Wear-OS-Uhren erfolgreich sein sollen, muss Google hier Hand anlegen, denn hinsichtlich der Bedienung liegen Apple und vor allem Samsung deutlich vorne. Der zweite Punkt betrifft die Akkulaufzeit: Bei intensiver Nutzung hält der Akku oft nicht bis zum Abend, und selbst wenn die Q Explorist nur selten aktiv genutzt wird, muss sie dennoch täglich aufgeladen werden.

Fazit: Die Fossil Q Explorist ist eine überaus ansprechende Uhr mit einigen Stärken, aber auch Schwächen. Design, Verarbeitung und Display sind top, die technische Ausstattung, die Akkulaufzeit sowie das Betriebssystem hingegen verbesserungswürdig. Sie ist ideal als smarter Alltagsbegleiter, bei dem es mehr um die Optik als um eine möglichst große Funktionsvielfalt geht.

Fossil Q Explorist (3. Gen)

➜ Smartwatch mit Google Wear OS 2.0
➜ AMOLED-Display (Touchscreen)
➜ CPU: Snapdr. Wear 2100 (4 x 1,1 GHz)
➜ 512 MB RAM, 4 GB Speicher, IP67
➜ Bluetooth 4.1, WLAN n
➜ Freisprecheinrichtung, Lichtsensor
➜ 46 x 46 x 12,5 mm, 22-mm-Armband
➜ Preis: ca. € 280,–