Asus Transformer 3 Pro im Test

Asus Transformer 3 Pro im Test

„Hauptsache Schlank“ war gestern. Mittlerweile müssen Tablets auch was draufhaben – so wie das Asus transformer 3 Pro.

Es ist ein Trend, der schon bei Smartphones zu beobachten war: Anfänglich wurden die Geräte immer kleiner und schlanker – man ging dazu Kompromisse ein. Schließlich rückten wieder praktische Funktionen in den Vordergrund – wie etwa ein großes Display, um Texte oder Videos ohne Lupe ansehen zu können. Die Geräte wurden wieder größer.

Bei den Notebooks ist das nicht anders. Zuerst schrumpften sie, um für unterwegs ein handliches Format zu bieten, und schließlich wurden daraus besonders schlanke Tablets. Ohne Tastatur und mit schwachen Prozessoren waren sie aber für den produktiven Einsatz kaum geeignet. Nun hat sich der Trend wieder umgekehrt. Der Fokus der nun als 2-in-1 bekannten Geräte geht wieder in Richtung Performance und großes Display.

Den Anfang dazu machte Microsoft mit dem Surface. Etliche Hersteller zogen nach und machten aus ihren dünnen Tablets wieder Geräte, mit denen man mehr anfangen kann als bloß Mails zu schreiben und Bilder anzusehen. Nun hat auch Asus eine Pro-Version in seiner Transformer-Reihe auf den heimischen Markt gebracht. E-MEDIA durfte das brandneue Modell bereits testen.

Das neue Transformer 3 Pro hat gegenüber seinem Vorgänger einige Hardware-Updates erhalten. Unter anderem sind das ein schnellerer Prozessor sowie einige Anschlussmöglichkeiten. Damit das alles auch im Gehäuse untergebracht werden kann, musste Asus es größer machen. Trumpft das Transformer 3 noch mit 6,9 Millimetern „Dicke“ auf, so misst die Pro-Version schon 8,5 Millimeter.

Durch diese etwas üppigere Bauform konnte man bei der Ausstattung deutlich gr0ßzügiger sein. In dem Modell, das E-MEDIA für den Test zur Verfügung gestellt wurde, ist ein Core-i5-Chip verbaut. Dazu kommen 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 GB Platz am internen SSD-Speicher. Asus bietet auch eine Version mit i7-Prozessor, 16 GB RAM sowie 512 GB SSD an – eine reine Geldfrage.

Das Gehäuse des mobilen PCs besteht aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung und wirkt sehr robust. Auf der Rückseite ist ein Standfuß verbaut, der stufenlos verstellbar ist. Das mechanische Scharnier hat einen 155-Grad-Winkel. Das Tablet eignet sich damit für viele unterschiedliche Anwendungsszenarien. An der linken Seite des Bildschirms sind die Lautstärkewippe, ein Kopfhöreranschluss sowie der Slot für microSD-Karten untergebracht. Rechts vom Display befinden sich ein USB-3-Port, ein USB-C-/Thunderbolt-Anschluss (der auch zum Laden verwendet wird) und ein HDMI-Steckplatz.

Das Display selbst hat eine Diagonale von 12,6 Zoll und löst mit 2.880 x 1.920
Pixeln auf. Das Transformer 3 Pro verfügt außerdem über zwei Kameras. Während die Frontkamera mit 2 Mpx auflöst, trumpft die Cam auf der Rückseite mit 13 Mpx auf. In den Benchmark-Tests macht sich der i5-Prozessor bemerkbar. Das Gerät hält sehr gut mit klassischen Notebooks ähnlicher Ausstattung mit. Die Testaufgaben (Bildbearbeitung sowie Videokonvertierung) werden in angemessenem Tempo abgearbeitet. Unter Last müht sich die Kühlung aber hörbar. Die Lüfter laufen auf Hochtouren, und das macht sich durch einen hohen Geräuschpegel bemerkbar.

Nichts zu meckern gibt es beim andockbaren Keyboard. Die Tasten sind hintergrundbeleuchtet und sorgen für ein angenehmes Schreibgefühl. Sehr praktisch ist der mitgelieferte Eingabestift, der vor allem im Tabletmodus präzise Eingaben am Bildschirm ermöglicht.

Trotz der durchaus annehmbaren Anschlussausstattung für den tragbaren PC bietet Asus ein zusätzliches Thunderbolt-Dock an. Das vergrößert die Konnektivität nochmals um weitere Schnittstellen. Ein sehr spannendes Zubehör ist auch das Grafik-Dock „ROG XG-Station 2“. Dieses lässt sich mit einer GTX 1080 ausstatten. So kann das Transformer 3 Pro zur Gaming-Maschine hochgerüstet werden, mit der sogar VR-Anwendungen möglich sind. Wann die Erweiterung, die allerdings ohne Grafikkarte schon fast 600 Euro kostet, hierzulande erhältlich sein wird, steht noch nicht fest.

Fazit: Das Transformer 3 Pro ist tatsächlich ein Ersatz für ein klassisches Notebook und kann es durchaus auch mit dem Surface Pro aufnehmen.

Asus Transformer 3 Pro

➜ Displ.: 12,6", 2.880 x 1.920 P.
➜ Core i5-6200U, 2x 2,3 GHz
➜ USB 3.0, USB C/Thunderbolt
➜ HDMI, WLAN ac, BT, SD-Slot
➜ 30 x 21 x 0,8 cm, 790 g
➜ Preis: € 1.199,–