A1 Smart Home Starter-Paket Sicherheit im Test

A1 Smart Home Starter-Paket Sicherheit im Test

Schutz vor Einbrechern sowie ausgelaufenen Waschmaschinen und immer einen Blick auf Haustiere und Kinder. – Mit einer Reihe intelligenter Sensoren will A1 das Zuhause von Herrn und Frau Österreicher erobern. Wir haben die Smart-Home-Lösung getestet.

Der Smart-Home-Markt in Österreich soll laut Prognosen von Marktforschern bis zum Jahr 2021 jährlich um 39 Prozent wachsen – auf ein Marktvolumen von dann 422 Millionen Euro. Auch der österreichische Telekom-Primus A1 will an diesem lukrativen Kuchen mitschneiden. Mit den Starter-Paketen „Sicherheit“ und „Komfort“ sowie zahlreichen smarten Geräten und Sensoren soll das Angebot des Konzerns im Smart-Home-Bereich jetzt kräftig ausgebaut werden. E-MEDIA hat die Sicherheitslösung noch vor dem offiziellen Marktstart am 28. September auf ihre Alltagstauglichkeit getestet.

Im Starter-Paket enthalten ist das A1 Smart Home Gateway, das die intelligenten Geräte und Sensoren sowie die Smartphone-App des Nutzers verbindet und steuert. Darüber hinaus stehen eine Indoor-Kamera, ein Multisensor sowie ein Tür- und Fenstersensor zur Verfügung (im Komfort-Paket sind das Thermostat, Steckdose und Multisensor enthalten). Die Starter-Pakete kosten beim Launch einmalig 140 Euro (gültig für die ersten 2.000 Stück). Nach der Einführungsphase verlangt A1 200 Euro dafür. Darüber hinaus können jederzeit weitere Sensoren und Geräte dazugekauft werden. Aktuell sind es elf an der Zahl: von Alarmsirene und Glühbirne über Rauchmelder und Steckdose bis hin zu Thermostat oder Wassersensor.

Selbst installieren oder A1 machen lassen

Gesteuert wird das Smart-Home-Netz über ein Gateway des Herstellers Viva Labs. Um System und Komponenten zu installieren, muss sich der Nutzer zunächst die A1-App „Smart Home Solution“ herunterladen (für iOS und Android) und sich mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse registrieren.

Die App hilft dem Nutzer bei der Einrichtung des Netzwerks und der Inbetriebnahme der Geräte. Dank der Unterstützung durch das ansprechend designte App-Menü ist das auch für technisch weniger versierte Nutzer schnell und einfach möglich. Die notwendigen Schritte, etwa das Einlegen der SIM-Karte in das Gateway oder die Verbindung mit dem Router sowie den einzelnen Geräten und Sensoren, sind nachvollziehbar beschrieben. Ein Pluspunkt: Im Rahmen der Einrichtung kann man sich zusätzliche Erklärungen zu den Gerätefunktionen anzeigen lassen – oder diese überspringen.

Ein großer Vorteil des Smart-Home-Systems ist das offene Ökosystem. Neben den von A1 angebotenen smarten Sensoren und Geräten können auch Geräte anderer Hersteller eingebunden werden, sofern sie den Funkstandard Z-Wave unterstützen. Vor der Anschaffung solcher Geräte ist es aber auf jeden Fall ratsam, die Kompatibilität mit dem A1-Service-Team abzuklären.

Anwender, die mit der Einrichtung Probleme haben, können sich an ein A1-Service-Team wenden. Der sogenannte „Guru“-Installations-/Wartungsservice kann zudem beauftragt werden, um die Einrichtung für Nutzer zu übernehmen und das Smart Home zu warten.

Intelligente Überwachung – rund um die Uhr

Sind Gateway und App verbunden, geht es ans Einrichten der Komponenten. Die im Paket enthaltene Indoor-Kamera zeichnet Videos in HD auf, sobald im überwachten Bereich (115 Grad) unerwartete Bewegungen registriert werden – dank Nachtsichtmodus auch im Dunkeln. Zudem können auch Livestreams der Aufnahmen via App angeschaut werden. Voraussetzung ist eine schnelle WLAN-Verbindung mit einer Bandbreite von rund einem Mbit/s. Die Kamera kann so eingestellt werden, dass sie nur dann überwacht, wenn niemand zu Hause ist. Entsprechende Aufzeichnungen werden je nach gewähltem Tarif zwischen einem Tag und einem Monat in der Cloud gespeichert.

Um einen Alarm auszulösen, muss allerdings ein weiterer Sensor, etwa die im Paket enthaltenen Multi- beziehungsweise Tür-/Fenstersensoren, aktiviert werden. Der Multisensor erkennt Bewegungen und misst Temperatur sowie Lichtintensität. Damit lassen sich auch ein smartes Thermostat oder Glühbirnen automatisch steuern. Der Multisensor ist batteriebetrieben und kann leicht an der gewünschten Position angebracht werden. Ebenso nicht auf Strom angewiesen ist der Tür-/Fenstersensor, der anzeigt, ob Fenster und Türen geöffnet oder geschlossen sind. Beide Sensoren sollten ohne Batteriewechsel mehrere Monate durchhalten.

Voraussetzung für die automatische Steuerung einiger Sicherheitsfunktionen ist, dass das System erkennt, wer wann zu Hause ist. Daher schlägt A1 vor, dass alle im Haushalt lebenden Personen samt Handynummer und E-Mail-Adresse in der App registriert werden. Die Auswertung von GPS- und Sensordaten soll dazu führen, dass das Smart-Home-System die Gewohnheiten der Bewohner kennenlernt und die Informationen für Funktionen wie die automatische Heizungs- und Lichtsteuerung verwenden kann. Zu den gelernten Informationen gehört etwa der Tagesrhythmus.

Ein kleiner Wermutstropfen: Die vom System festgelegte Zone „Zuhause“ hat einen Radius von einigen hundert Metern. Wer etwa im Supermarkt um die Ecke einkaufen oder mit den Kindern auf dem Spielplatz hinterm Haus ist, befindet sich für das System immer noch in der Wohnung. Ist dann etwa die Alarmsirene so eingestellt, dass sie sich nur anschaltet, wenn niemand zu Hause ist, geht der Alarm im Notfall nicht an.

Eine weitere Besonderheit ist die Sicherheitszentrale, die optional aktiviert werden kann: Wird Alarm ausgelöst und der Nutzer reagiert nicht darauf oder hat sein Smartphone nicht dabei, nimmt ein A1-Team das Alarmsignal entgegen und benachrichtigt notfalls die Polizei.

Drei Tarife zur Auswahl

Wer sein Heim mit der intelligenten Technik aufrüsten will, braucht dafür auch einen von drei A1-Smart-Home-Tarifen mit unterschiedlichen Leistungen. Der Einstiegstarif S kostet 7,90 Euro monatlich und beinhaltet eine Videospeicherung von 24 Stunden. Für den Tarif M, bei dem etwa sieben Tage Videospeicherung inkludiert sind, werden 19,90 Euro pro Monat fällig. In diesen beiden günstigeren Tarifen sind kostenpflichtige Zusatzdienste buchbar. Ein Gratis-Installationsservice, 30 Tage Videospeicherung und eine integrierte Sicherheitszentrale gibt es im Tarif L für 29,90 Euro monatlich.

Fazit: Die Smart-Home-Lösung von A1 hat den Vorteil, dass Nutzer auf einen nationalen Service-Anbieter zurückgreifen, bei dem auch auf Sicherheit und Datenschutz der in der Cloud gespeicherten Video- und Personendaten geachtet wird. Die funktionale und einfach zu installierende Geräteriege ist dank der Verwendung des Z-Wave-Standards auch um Produkte anderer Anbieter erweiterbar. Erwähnenswert ist der Einsatz von Akku und SIM-Karte in der Steuereinheit (Ausfallsicherheit). Schade ist nur, dass es für die Smart-Home-Lösung kein Basis-Paket ohne Grundgebühren oder keine besonderen Vergünstigungen für Bestandskunden gibt – denn die monatlichen Kosten von bis zu 30 Euro sind schon recht hoch.

A1 Smart Home Starter-Paket Sicherheit

➜ Gateway, je nach Modell mit integriertem Akku & SIM-Karte (Ausfallsicherheit)
➜ Kamera mit Nachtmodus, nimmt Videos in HD auf
➜ Ethernet- & USB-Anschluss (Gateway)
➜ App-Steuerung für iOS und Android
➜ 126,7 x 195,6 x 34,3 mm
➜ Preis: ab € 140,–