ucp strebt für 2003 schwarze Zahlen an

Der österreichische Telekomsoftware-Entwickler Universal Communication Plattform AG (ucp), bekannt durch seine SMS-Internetplattformen "sms.at" und "uboot.com", hat mit der Ausgliederung des Geschäftskundenbereichs unter der Marke "ucp morgen" die Umstrukturierung abgeschlossen. Im Oktober hätten alle drei Töchter erstmals mit 230.000 Euro ein positives Ergebnis (EBT) geschrieben, positive Zahlen im Gesamtjahr seien für 2003 geplant, berichtete ucp-Gründer und Geschäftsführer Christian Lutz am Montag bei einer Pressekonferenz.

Nach einem "massiven Personalabbau" und der Ausgliederung der drei Töchter "sms.at", "uboot.com" und "ucp morgen" aus der ucp-Holding, die ihren Sitz im Schweizer Lugano hat, habe sich die 1999 gegründete ucp "erfolgreich konsolidiert und stabilisiert" und sei nun "eine gesunde Firma", betonte Lutz. Im Gesamtjahr 2002 erwartet der Softwareentwickler einen Umsatz von 12,5 Mill. Euro - auf jede Tochter entfällt etwa je ein Drittel davon - nach rund 8 Mill. Euro im Vorjahr.

45 Prozent des Umsatzes kommen heuer auf dem Ausland, 2003 sollen es bereits 60 Prozent sein, so Lutz. Wachstumsmärkte seien vor allem die USA und Osteuropa. In den USA habe ucp kürzlich eine MMS-Partnerschaft mit einem US-Telekomhersteller abgeschlossen, der Partner soll im Dezember vorgestellt werden. ucp hat Niederlassungen in Wien, Lauterach (Vorarlberg), Berlin, Lugano, London, Santa Barbara (USA) und ist in Osteuropa bereits in Kroatien und Bulgarien aktiv. Außerdem arbeite ucp derzeit an Projekten in Slowenien, Polen, Ungarn und der Ukraine. Eigene Tochtergesellschaften in Osteuropa seien derzeit aber nicht geplant, so Lutz.

ucp beschäftigt derzeit 115 Mitarbeiter. Das Unternehmen gehört zu 47,6 Prozent T-Mobile International, zu 10,6 Prozent dem Risikokapitalgeber march.fifteen, der Rest gehört Gründern und Mitarbeiter. Vom neuen Geschäftsführer der Deutschen Telekom, Kai-Uwe Ricke, erhofft sich ucp "eine Aufwertung" in der Deutschen Telekom-Gruppe, da Ricke als damaliger T-Mobile-Chef für die Beteiligung der T-Mobile an ucp verantwortlich gezeichnet habe, so Lutz. Die Bestellung von Ricke habe man daher "mit großer Freude" zur Kenntnis genommen.

Der Wechsel von Gratis-SMS zu kostenpflichtigen SMS seit Frühling 2002 habe vor allem in Großbritannien zuerst zu einem Kundeneinbruch geführt, die Plattform habe sich aber dann sehr schnell wieder erholt, berichtete Lutz. Derzeit würden in Österreich über sms.at rund 10.000 bezahlte Aktionen (etwa Herunterladen von Klingeltönen) sowie 100.000 sms-Transaktionen durchgeführt.

Weitere Informationen: