Reisepass: Biometrie birgt hohe Fehlerrate
- Bis zu 23 Prozent der Test gingen daneben

Eine hohe Fehlerrate von bis zu 23 Prozent habe es bei Tests über die Leistungsfähigkeit biometrischer Daten in den neuen Reisepässen gegeben, geht aus einer Studie des deutschen Bundesamts für Sicherheit und Informationstechnik hervor. Wie die "Vorarlberger Nachrichten" berichteten, gebe es Probleme vor allem bei Gesichts- und Iris-Erkennung. So behaupte der Computer, dass die Gesichtszüge einer Person nicht mit den Merkmalen übereinstimmten, die in ihrem Pass abgespeichert sind.

Diese Situation könnte zu einem Chaos auf Flughäfen führen. "Wenn diese Systeme in der Passkontrolle eingesetzt werden, stehen auf den Flughäfen täglich zehntausende Menschen vor rot blinkenden Bildschirmen". Das Innenministerium erklärt dazu, in Österreich werde es noch eine eigene Testphase geben. Vergleiche mit Deutschland seien nicht möglich. Aber eine "hundertprozentige Sicherheit" könne man nie garantieren.

Der neue Pass wird mit 69 Euro gleich viel kosten und auch so ausschauen wie der aktuelle. Die Änderung besteht darin, dass das Foto nicht mehr eingeklebt, sondern eingedruckt wird - und erstmals ein Chip mit biometrischen Daten darin enthalten sein soll. Die biometrischen Daten werden sich vorerst auf die Gesichtszüge beschränken. Ab 2008 sollen zwei Fingerabdrücke hinzukommen. (apa/red)