Langsam wird's eng für die Tauschbörsen: Grokster stellt Vertrieb von Software nun ein

Die Online-Tauschbörse Grokster schließt ihre Porten und wird außerdem den Vertrieb von Software einstellen, mit dessen Hilfe Musik ohne Genehmigung kopiert werden kann. Dieser Schritt sei Teil einer Vereinbarung zwischen Grokster und der Musikindustrie, teilte ein Vertreter der Musikbranche jetzt mit.

Erst vor vier Monaten hatte das Oberste US-Gericht geurteilt, dass Betreiber von Online-Tauschbörsen haftbar gemacht werden können, wenn ihre Nutzer gegen das Urheberrecht verstoßen. Die Musikbranche machte Grokster und andere Tauschbörsen für den anhaltenden Rückgang der CD-Umsätze verantwortlich und verklagte etwa 7.000 Personen wegen des unerlaubten Kopierens von Musik aus dem Internet. Die Besitzer der Grokster-Software zahlen zudem 50 Millionen Dollar Strafe an die Musik- und Filmindustrie.

Weitere Filesharing-Unternehmen wurden von den Verbänden der Branche aufgefordert, den Betrieb bis zum 30. November einzustellen. StreamCast will mit seiner Software Morpheus jedoch den Kampf fortsetzen, berichtet de.internet.com. Die Anbieter der WinMX Software haben die Verteilung ihres Produkts bereits einige Monate nach dem Urteil des Obersten Gerichts eingestellt. Meta Machine, Distributoren der eDonkey-Software, versuchen nach eigenen Aussagen zu einer Einigung mit der Musikindustrie zu kommen und wollen ihren Geschäftsbetrieb komplett in einen lizenzierten, legalen Service umwandeln, so de.internet.com. (apa/red)