Biometrie aus Linz - Fingerscan von ekey:
Neue Technologie für sicherere PC-Arbeit

Mit einer Entwicklung, bei der der Fingerabdruck die Anmeldung per Passwort am PC ersetzt, will das Linzer Biometrie-Unternehmen ekey das Arbeiten am Computer sicherer machen. Mindestens 20.000 entsprechende Geräte sollen heuer abgesetzt werden, erklärten die Geschäftsführer Leopold Gallner, Signot Keldorfer und Thomas Moser in einem Pressegespräch in Linz.

Kennwörter und Login-Daten würden ein zunehmendes Risiko für Anwender darstellen, betonte Keldorfer. Rund 82 Prozent aller Zugangsdaten seien auf Notizzetteln in unmittelbarer Nähe des Computers vermerkt, 80 Prozent der Passwörter könnten in weniger als 30 Sekunden geknackt werden. Die Verwaltung der Zugangscodes sei aufwendig, die Wiederherstellung kostenintensiv, so Keldorfer.

Unkomplizierte Sicherheit im Büro und zuhause
Mit "ekey logon" verfüge der Benutzer nur mehr über ein "Kennwort", den Fingerabdruck, erklärte Gallner. In Unternehmen schütze die Entwicklung vor Missbrauch, in den eigenen vier Wänden vor unbeabsichtigtem Löschen durch andere PC-User. Jeder Computernutzer müsse sich im Schnitt an die 20 Passwörter merken, mittels Fingerabdrucks könnten diese einfach verwaltet werden, sagte Gallner. "Wir machen Systeme nicht sicherer, sondern Sicherheit lebbar", erläuterte Moser den Nutzen der Entwicklung.

Europas größter Anbieter
Das Unternehmen verfügt neben der Zentrale in Linz über Niederlassungen in Frankfurt und Vaduz und vertreibt seine Produkte in 42 Länder bei einer Exportquote von rund 70 Prozent. Zu den Kunden zählen Banken, Feuerwehren, Krankenhäuser und das Rote Kreuz. ekey ist nach eigenen Angaben der größte europäische Anbieter von Zutrittsystemen mittels Fingerabdruck. (apa/red)