Piratin muss jetzt tief in die Tasche greifen:
Stolze 220.000 Dollar für 1700 Musikdateien

In ihrem Kampf gegen Musikpiraterie hat die US-Musikindustrie am Donnerstag einen Sieg errungen. Zwölf Geschworene befanden eine 30 Jahre alte Amerikanerin im US-Staat Minnesota für schuldig, durch die Weitergabe von Musikdateien an andere Internetnutzer die Urheberrechte führender Plattenfirmen verletzt zu haben.

Die allein stehende Mutter wurde zur Zahlung einer Geldstrafe von über 220.000 Dollar (155.929 Euro) verurteilt, wie die Musikzeitschrift "Billboard" berichtete. Der einflussreiche Verband Recording Industry Association of America (RIAA) warf ihr vor, unter dem Benutzernamen "tereastarr" über den Service Kazaa rund 1.700 Musik-Dateien verbreitet zu haben.

Immer wieder Verfahren gegen User
In den vergangenen Jahren hat die RIAA ähnliche Verfahren gegen tausende Tauschbörsennutzer angestrengt. Dies war die erste Klage, in der eine Jury abstimmen musste. Die Frau hatte die Vorwürfe von Verbreitung illegaler Downloads abgestritten. (apa/red)