Geschönte Profile und positives Feedback: Facebook steigert die Selbstachtung

Geschönte Profile und positives Feedback: Facebook steigert die Selbstachtung

Mehr als 500 Millionen Menschen tummeln sich mittlerweile auf Facebook. Der Erfolg des sozialen Netzwerkes bringt nicht nur dessen Gründer Mark Zuckerberg zum Lachen. Ein Großteil der Facebook-Nutzer fühlt sich durch das soziale Netzwerk besser. Das haben Wissenschaftler der Cornell University herausgefunden. Ihren Studien zufolge fördert die Aktivität in Social Networks das eigene Selbstwertgefühl und die Achtung vor sich selbst. Somit steigert Facebook das persönliche Wohlbefinden.

Der überwiegende Großteil der Anwender präsentiert sich auf Facebook und Co. von seiner besten Seite - zumindest in der subjektiven Wahrnehmung des Profilbetreibers. Das Online-Ich befähigt den Nutzer sogar, Eigenschaften hervorzukehren, die er im "realen Leben" nicht zeigen würde. Er selbst kann darüber entscheiden, welche Informationen und Merkmale er von sich preisgibt und im sozialen Netzwerk mit anderen teilt. Was einen hingegen in ein schlechtes Licht rücken könnte, wird gefiltert und findet in der virtuellen Realität keinen Platz.

Das Bild im Spiegel sozialer Netzwerke, das User online von sich sehen, entspricht somit oft den eigenen Idealen und damit häufig nicht dem Bild, das einem der echte Spiegel vor Augen hält. "Facebook kann eine positive Version von uns selbst zeigen", sagt Jeffrey Hancock, Professor an der Cornell University. Dem Experten zufolge ist diese Version noch nicht einmal trügerisch, aber sie ist durchwegs positiv. Darüber hinaus steigert das meist überschwänglich anerkennende Feedback, das User von Freunden im Web öffentlich in Form von Kommentaren und Klicks auf den Like-Button erhalten, die Selbstachtung noch zusätzlich.

(pte/red)