Fahndungserfolg: Spanischer Virenautor verhaftet

Die spanische Polizei hat die Festnahme eines 23-jährigen Mannes bekannt gegeben, der für den Virus Raleka verantwortlich sein soll. Raleka hat nach Polizeiangaben Anfang des Jahres mehr als 120.000 Computer innerhalb von 14 Tagen infiziert. Der nun verhaftete Verdächtige gilt als der erste in Spanien gefasste Virenautor.

Nach Angaben des Anti-Viren-Entwicklers Sophos funktioniert der Raleka-Wurm ähnlich wie der Blaster-Wurm, indem er eine der Sicherheitslücken der vielen Versionen des Windows-Betriebssystems von Microsoft ausnutzt. Infizierte Computer können dann von einem Hacker von außerhalb kontrolliert werden.

"Viren sind keine harmlosen Streiche. Sie richten schlimme Schäden an, indem sie geschäftliche und persönliche Kommunikation stören und wichtige Daten vernichten oder stehlen", betont Gernot Hacker, Senior Technical Consultant bei Sophos. "Die Verhaftung des Raleka-Autors zeigt, dass die internationalen Behörden für Computerkriminalität so gut wie nie ausgerüstet sind, um Hacking- oder Viren-Täter zu verfolgen", so Hacker weiter.

Die spanische Zivilpolizei fasste den mutmaßlichen Raleka-Autor im Rahmen von Untersuchungen gegen eine spanische Hacker-Organisation. Dabei wurden drei Häuser durchsucht, acht Computer beschlagnahmt sowie der junge Mann festgenommen. Er führte den Decknamen 900 K und soll der Anführer der Organisation sein. (pte/red)