Facebook-Party mit 214.000 Zusagen: 16-Jährige muss Geburtstagsfeier absagen

Aus einer kleinen Party unter Freunden wäre beinahe die größte Party ihres Lebens geworden: Eine 16-jährige Australierin wollte über Facebook eine Einladung an 15 Freunde senden. Die Einladung zu der privaten Geburtstagsfeier verbreitete sich auf Facebook jedoch wie ein Lauffeuer und binnen kürzester Zeit hatten 20.000 Menschen ihr Kommen angekündigt. Nachdem die Zahl der Zusagen mittlerweile auf über 200.000 angestiegen ist, musste sie die Party absagen. Die Polizei untersucht derzeit, wie es zu diesem Vorfall kommen konnte.

Alle Schulfreunde und deren Freunde wollte die Australierin am 26. März zu sich nach Hause einladen und nutzte dazu das soziale Netzwerk Facebook. Weil sie "nicht genug Zeit hat, um alle einzuladen", sollten ihre Freunde in ihren Namen weitere Freunden einladen: "es ist eine Open House-Party, solange es nicht außer Kontrolle gerät", soll laut "Daily Telegraph" in der Einladung gestanden sein.

Diese Gefahr bestand jedoch schon kurz nach dem Versenden der Nachricht, denn die elektronische Einladung, die die Adresse des Mädchens enthielt, konnte nicht nur von ihren Freunden, sondern von allen Facebook-Nutzern gelesen werden. Binnen 24 Stunden hatten im September 20.000 Facebook-Nutzer ihr Erscheinen bei der Party zugesagt. Bis Dienstag war die Zahl der Gäste bereits auf 214.000 angestiegen.

In Anbetracht dieses riesigen Besucheransturms sah sich der Vater des Mädchens dazu gezwungen, die Party abzusagen. Er habe der Polizei mitgeteilt, dass er die Facebook-Seite löschen und die Party "defintiv" nicht stattfinden werde, wie Polizeiinspektor Terry Dalton gegenüber ABC Radio sagte. Das einzige, was Leute antreffen würden, wenn sie in die fragliche Straße kämen, "werden ein paar Polizeiwagen auf Patrouille sein".

Derzeit untersucht die Polizei noch, wer für die Verbreitung der Einladung verantwortlich sein könnte. Die Ermittlungen konzentrieren sich derzeit auf einen Jungen, der die Einladung vervielfacht haben soll.

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Daily Telegraph

(red)