AK warnt vor Urlaub per Mausklick: Oline gebuchte Reisen können teuer kommen

Urlaub per Mausklick und Gewinnspiele versprechen die Traumreise für wenig Geld. So reizvoll und unkompliziert solche Angebote erscheinen, so groß ist jedoch auch die Gefahr, dabei in eine Falle zu tappen. Die Arbeiterkammer (AK) Salzburg wird jährlich mit rund 1.600 Anfragen und Beschwerden von verunsicherten Urlaubern konfrontiert.

"Reiseverträge werden oft unwissend abgeschlossen", warnt AK- Konsumentenschützerin Bettina Moser. Die Vorteile der Internetbuchung liegen auf der Hand: Große Auswahl, billige Schnäppchen, detaillierte Informationen und viele Fotos laden zum Träumen ein. Direktbuchungen von zu Hause aus sind oft günstiger als übers Reisebüro. Viele Internetnutzer wissen jedoch nicht, dass sie schon mit einem Mausklick einen Vertrag abschließen können.

Anzahlungen von bis zu 20 Prozent
Aber auch bei beabsichtigten Buchungen über scheinbar seriöse Anbieter gehen die Konsumenten oft leer aus. "Viele Veranstalter fordern Anzahlungen von 20 Prozent. Hat man den Betrag erst einmal eingezahlt, ist plötzlich kein Kontakt zum Anbieter mehr möglich", warnte Moser.

Bestätigungen ausdrucken
Die AK rät daher, möglichst nur bei bekannten Reiseveranstaltern zu buchen. Reservierungs- oder Buchungsbestätigungen sollten immer ausgedruckt und in den Urlaub mitgenommen werden. Bei Buchungen mit Kreditkarte sollte unbedingt auf eine Insolvenzabsicherung geachtet werden.

Vorsicht bei Reisegewinnen
Zu Vorsicht mahnt die AK neben der Onlinebuchung auch bei so genannten Reisegewinnen. Zusendungen mit dem Satz "Sie haben gewonnen!" locken gutgläubige Konsumenten in Gasthäuser, wo sie sich ihren angeblichen Gewinn abholen sollen. Dort unterschreiben die Betroffenen einen Reisevertrag. Für die "gewonnene" Reise sind dann noch Verpflegung, Flug, Saison- und Zimmerzuschläge zu bezahlen. "Der Urlaub ist in Summe teurer als im Reisebüro", so Moser. (apa)