250.000 Profile von Facebook geklaut:
"Kunst-Projekt" stellt Social Network bloß

Zwei Amerikaner wollen zeigen, wie leicht öffentlich zugängliche Informationen aus Facebook-Profilen missbraucht werden können. Sie bastelten aus Daten von rund 250.000 Facebook-Nutzern den angeblichen Dating-Service "lovely-faces.com". Die frei verfügbaren Informationen sammelten sie mit Hilfe einer speziellen Software zusammen, wie das Technologie-Magazin "Wired" am Freitag berichtete. Die Fotos der Facebook-Mitglieder wurden auf der Seite anschließend per Bilderkennungs-Software in Kategorien wie sanft, lustig oder durchtrieben eingeteilt.

Die Macher der Seite - die Amerikaner Paolo Cirio und Alessandro Ludovico - behaupten, "lovely-faces.com" sei nur ein "Kunst-Projekt", mit dem man die Nutzer dazu bringen wolle, verantwortungsvoller mit ihren Daten umzugehen. "Jeder kann persönliche Informationen stehlen und in einem völlig anderen Kontext verwenden", heißt es auf ihrer Website. "Das zeigt, wie anfällig und manipulierbar die Internet-Umgebung tatsächlich ist."

Facebook drohte mit rechtlichen Schritten. "Informationen von Mitgliedern zu kopieren verstößt gegen unsere Geschäftsbedingungen", sagte Facebook-Sprecher Barry Schnitt dem Technik-Magazin. "Wir werden die Seite untersuchen und angemessene Schritte unternehmen." (apa/red)