Von "to be or not to be" zu "2b or nt 2b":
SMS-Sprache in den Schulen Neuseelands

Wer in Neuseeland bei einer Schularbeit künftig ein Klassiker-Zitat von Shakespeare zitiert, darf gerne "2b or nt 2b" schreiben. Die SMS-Version der Hamlet-Äußerung "to be or not to be" - Sein oder nicht sein - wird nicht mehr als Fehler gewertet, beschloss die Schulbehörde nach Medienberichten.

Die Schüler seien weiterhin angehalten, korrekt zu schreiben, doch sollten Texte mit derartigen Abkürzungen akzeptiert werden, "wenn das nötige Verständnis eindeutig demonstriert ist", zitierte die Zeitung "The Press" aus Christchurch die Behörde. Sie will sich der aus der Handy-Verbreitung entstandenen Sprachentwicklung nicht versperren. Inzwischen vor allem unter jungen Leuten gängige Abkürzungen haben sich in allen Sprachen entwickelt, um das Schreiben von Textnachrichten auf einer Handy-Tastatur zu erleichtern.

Umstrittene Implementierung
Viele Lehrer fürchten indes jedoch um die englische Sprache. Lehrer Denis Pyatt aus Christchurch meinte, er lehre seine Schüler zwar korrektes Schreiben. "Aber die SMS-Sprache ist seit langem eine der aufregendsten Sprachentwicklungen." (apa/red)