VKI warnt vor Tarifschlacht um Kunden:
Mobilfunker sind keine Weihnachtsmänner

Wie jedes Jahr ein paar Wochen vor Weihnachten haben die österreichischen Mobilfunkbetreiber auch heuer wieder ihre Schlacht ums Weihnachtsgeschäft eröffnet. Handytelefonierer sind derzeit mit einer schier unüberschaubaren Anzahl von neuen Tarifen und Sonderangeboten konfrontiert, vor allem auf der Diskontschiene werden "Top-Angebote" oder "der beste Handytarif für Weihnachten" geschnürt. Der Verein für Konsumentenschutzinformation warnt allerdings vor übereilten Vertragsabschlüssen.

"Konsumenten sollen nicht ans Christkind glauben, keiner schenkt was her", sagte VKI-Telekomexperte Paul Srna. Viele Tarifangebote klingen zwar günstig, beinhalten dafür aber beispielsweise eine längere Bindungsfrist von 18 oder gar 24 Monaten oder eine längere Taktung, die nicht auf sekundengenaue Abrechnung abstellt. "Die Bindungsfristen gehen nach oben, die Taktungen ebenfalls, die Tarife sind alles andere als übersichtlich", betonte Srna.

Erst denken, dann unterschreiben
Ein seriöser Tarifvergleich sei im hart umkämpften österreichischen Mobilfunkmarkt schon länger nicht mehr möglich, die tatsächliche Einsparmöglichkeit liege nur im geringen Prozentbereich, so der Telekomexperte: "Konsumenten sollten daher vor einem Vertragsabschluss genau darüber nachdenken, was sie brauchen". Sparen könnten Konsumenten allerdings jedenfalls, wenn sie die Zeit, die sie ansonsten für Weihnachtseinkäufe investieren, zum Tarifrechnen verwenden, so Srna augenzwinkernd. (apa/red)