Urlaubsanruf kostet kein Königreich mehr:
Preisrutsch beim Roaming innerhalb der EU

Die Europäische Union nimmt sich wieder die Handybetreiber zur Brust: Auf Druck der EU wird Telefonieren im Ausland ab sofort wieder deutlich billiger. Auch SMS-Fans dürfen sich auf starke Preisnachlässe freuen. Allzu sorglos sollte man das Mobiltelefon im Urlaub trotzdem nicht verwenden: Für MMS und mobiles Internet fallen im EU-Ausland weiterhin große Kosten an. Besonders teuer bleibt auch die Handynutzung außerhalb der EU.

Urlauber dürfen sich immerhin über die neuen von der EU vorgeschriebenen Tarifobergrenzen freuen, an die sich alle österreichischen Betreiber halten. Aus dem EU-Ausland telefonieren laut einer Untersuchung der Arbeiterkammer Herr und Frau Österreicher ab Juli nun um 51,6 Cent für ein Gespräch in die Heimat, für jede Passivminute sind 22,8 Cent zu löhnen. Besonders SMS-Fans können aufatmen: Statt 25 Cent sind pro SMS aus dem Ausland nur mehr 13 Cent zu berappen.

Interessante Roamingpakete
Zufolge der Erhebung der Arbeiterkammer könnten für viele Urlauber auch spezielle Roamingpakete interessant sein, die die österreichischen Betreiber Mobilkom, T-Mobile und Orange im Angebot haben. Dabei wird für eine bestimmte Summe vorab eine Anzahl von Gesprächsminuten "gekauft". Nachteil dieser Pakete: Für Urlauber, die primär angerufen werden, können so sogar höhere Kosten als beim normalen Roaming entstehen.

Kostenfallen drohen
Eine gefährliche Kostenfalle stellen für Urlauber weiterhin MMS und Datenroaming dar. Da in der EU keine fixe Regelung für diese Dienste vereinbart werden konnte, können multimediale Urlaubsgrüße in die Heimat das Urlaubsbudget ordentlich belasten. Auch das Surfen im Ausland bleibt weiterhin kostspielig, weshalb automatische Dienste wie das regelmäßige Abrufen von E-Mails vor Urlaubsantritt unbedingt deaktiviert werden sollten.

Vorsicht ist auch beim Roaming außerhalb der EU geboten. Beispielsweise in Kroatien bleibt Telefonieren unverhältnismäßig teuer, dort empfiehlt es sich, seine Urlaubsgrüße per SMS in die Heimat zu versenden. Immerhin kann man auch außerhalb der EU-Grenzen Kosten einsparen: Wer sich vor Reiseantritt über die Roaming-Partner des eigenen Mobilfunkbetreibers im jeweiligen Urlaubsland informiert und nach Ankunft im Reiseland die Auswahl dieses Partners manuell im Mobiltelefon überprüft, entgeht einer bedrohlichen Kostenfalle.
(red)

Die Erbebnisse der Arbeiterkammer-Erhebung zum Download auf www.arbeiterkammer.at