Teures Handy-Gewinnspiel: VKI plant jetzt eine Klage gegen die Betreiberfirma

Jenem Betreiber, der in der vergangenen Zeit unzählige Österreicher mit Anrufen belästigt und ihnen mit dem Versprechen auf hohe Gewinne das Geld aus der Tasche gezogen hat, könnte nun das Handwerk gelegt sein: Der zuständige Staatssekretär Sigisbert Dolinschek (B) beauftragte den Verein für Konsumenteninformation (VKI) mit der Erhebung einer Unterlassungsklage gegen die in London ansässige Firma.

Das Prozedere: Auf dem Handydisplay erscheint "Anruf in Abwesenheit". Ruft der Handybesitzer zurück, erfährt er, dass er bei einem Gewinnspiel mit hohen Bar-Gewinnen teilnehmen kann. Man muss daraufhin ein Geräusch erraten und wird aufgefordert, eine Mehrwertnummer anzuwählen, um seinen Gewinn abzurufen. Dieser Anruf kostet 2,17 Euro pro Minute und dauert fast sieben Minuten. "Man wird also minutenlang hingehalten, um dann zu erfahren, dass man nichts gewonnen hat. Das Gesamtentgelt für diesen einen Anruf beläuft sich am Ende auf fast 15 Euro," kritisierte Dolinschek.

Unerbetene Anrufe widersprechen der EU-Fernabsatzrichtlinie, dem Konsumentenschutzgesetz und dem Telekommunikationsgesetz, argumentiert der Staatssekretär das gerichtliche Vorgehen. (apa)