SMS-Probleme auf Chinesisch und Indisch:
Schriftzeichenhürden dank Tools beseitigt

Was für unsereins oft in Sekundenschnelle von der Hand geht, war für Inder oder Chinesen in ihrer Sprache bis vor kurzem ein Ding der Unmöglichkeit: Die SMS. Während es weit über 6.000 Schriftzeichen bei den Chinesen nahezu unmöglich machen, den SMS-Dienst auf herkömmliche Weise anzubieten, sind es auf Indisch die vielen Dialekte, die eine Verschriftlichung enorm erschweren.

Motorola schaffte diesen Problemen Abhilfe: Wie die Netzeitung berichtete, entwickelte der Mobiltelefon-Hersteller zunächst in Zusammenarbeit mit dem indischen Institut für ausländische Sprachen in Mysore den Lösungsansatz der Sprach-SMS, welche die unzähligen verschiedenen Akzente erkennen und auf das Mobiltelefon umsetzen soll. Ein Handy, das indische SMS ebenso vorlesen kann, soll in Bangalore angeblich schon im Umlauf sein.

"Connect the next billion"
Neben der Sprach-SMS gehören auch vom User gezeichnete SMS für China zu jenem Motorola-Projekt, das unter der treffenden Formulierung "connect the next billion" die nächste Milliarde User möglichst schnell ans Handy fesseln soll. Um die hoch gesteckte SMS-Hürde für den chinesischen Markt in Form von über 6.000 Schriftzeichen zu überwinden, kommt ein System zum Einsatz, das die User die benötigten Zeichen mittels Tastatur "malen" lässt.

Schriftzeichen unter Druck
Den Forschern von Motorola gelang es, ein System zu entwickeln, das Zeichen erkennt, die mittels Druckpunktbestimmung des Fingers in einem Zug ausgeführt werden können. Während Ende 2004 noch erste Prototypen getestet wurden, gibt es in China mittlerweile drei Mobiltelefone von Motorola, welche diese Schreibtechnik unterstützen. (red)