Pech für unsere Nachbarn: Handykosten in Deutschland europaweit am höchsten!

Unsere deutschen Nachbarn haben es schlecht erwischt, was die Handy-Tarife angeht. Sie telefonieren europaweit nämlich am teuersten. Das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung hat die europäischen Tarife im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums miteinander verglichen und kam zu diesem Schluss. Eine andere Studie ermittelt Finnland als das günstigste Handy-Land. Österreich erreicht hier immerhin den noch günstigen sechsten Platz.

Demnach kommt ein beispielhaft ausgewählter Vieltelefonierer (150 selbst gewählte Gespräche und 42 SMS) in Deutschland auf monatliche Handy-Kosten von durchschnittlich 69,42 Euro. In Italien sind es dagegen nur 59,81 Euro, in Schweden 57,04 Euro, in Frankreich 54,42 Euro und in Großbritannien sogar nur 51,77 Euro. Noch höher seien die Preisunterschiede bei Prepaid-Kunden. Österreichische Tarife wurden bei dieser Studie nicht unersucht.

Mit den hohen monatlichen Handy-Kosten gehe eine vergleichsweise geringe Verbreitung des Mobilfunks in Deutschland einher, hieß es im Bericht "Monitoring Informationswirtschaft" des Ministeriums weiter. Deutschland bewege sich dort hinter den führenden und günstigeren Nationen wie Italien, Großbritannien und Schweden nur im Mittelfeld.

Handygespräche in Finnland am billigsten
Die Finnen zahlen im Vergleich zu anderen Bürgern Europas am wenigsten für Handytelefonate. Auch Österreich liegt im Preisvergleich nicht schlecht. Das geht aus einer Untersuchung des finnischen Verkehrs- und Kommunikationsministeriums hervor, die 18 Länder unter die Lupe nahm.

In der Studie zahlten die Finnen 19,90 Euro im Monat für 150 Sprachminuten, 25 SMS, die Monatsgebühr und Mehrwertsteuer. Als zweitbestes Land schnitt Luxemburg mit 21, 20 Euro ab. Österreich belegte den sechsten Platz mit 32,7 Euro, während die Schweizer mit 56,50 Euro und die Deutschen mit 48,30 Euro für ihre Handygespräche am tiefsten in die Tasche greifen müssen.

Fast überall sinken die Preise
In Finnland sanken die Sprachtarife in einem Jahr um rund ein Drittel. Auch in den anderen Ländern - mit Ausnahme der Schweiz - gingen die Preise im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent zurück. (apa/red)