Nach "Fluchtsteuer"-Urteil: Mobilkom und One senken die Gebühr trotzdem nicht!

Mobilkom Austria und One werden auch weiterhin von Kunden, die ihre Rufnummer zu einem anderen Betreiber mitnehmen, eine "Fluchtsteuer" von 35 Euro verlangen. Sie zeigen sich damit unbeeindruckt von einer von Hutchison erwirkten Einstweiligen Verfügung des Handelsgerichts Wien gegen T-Mobile, wonach künftig nur noch 12 statt 35 Euro verlangt werden dürfen. Gegen die Mobilkom läuft derzeit ebenfalls eine Klage beim Handelsgericht, nach eigenen Angaben wurde ein Entscheid aber noch nicht zugestellt.

Stillschweigen herrscht bei der Telekom-Regulierungsbehörde RTR, die sich bisher auch für 12 statt 35 Euro "Fluchtsteuer" ausgesprochen hatte. "Wir kommentieren kein schwebendes Verfahren", so RTR-Sprecherin Daniela Andreasch. Erst vor kurzem hatten sich die Netzbetreiber beim Regulator eingefunden, um einen einheitlichen, günstigeren Preis für abgehende Kunden zu vereinbaren. Die Verhandlungen brachten allerdings keine Einigung. Ob die Einstweilige Verfügung nun Auswirkungen auf die Betreiber-Verhandlungen hat, wollte die RTR nicht beantworten.

Der kleinste heimische Netzbetreiber Hutchison ("3"), der die Einstweilige Verfügung gegen T-Mobile erwirkt hatte, begrüßte seit der Einführung der Rufnummernmitnahme am 16. Oktober 2.500 neue Kunden mit alter Rufnummer. 1.000 weitere würden gerade portiert, so Hutchison. (apa/red)