Wiedergeburt eines 90er-Jahre-Kults: Das Tamagotchi ist zurückgekehrt!

Sie wollen liebkost werden, piepen aufdringlich, wenn ihnen der Magen knurrt und bekommen neuerdings auch Nachwuchs: die Tamagotchis sind zurück. Mit schrillem, knallbuntem Design will die japanische Spielzeugfirma Bandai sieben Jahre nach dem ersten Eierboom mit den Computerküken erneut den Markt erobern.

Zur Erinnerung: Das Tamagotchi ist eine Fantasie-Figur, die per Knopfdruck wächst, gefüttert werden will und auf den Topf muss. Kümmert sich der Besitzer zu wenig, stirbt das virtuelle Haustier. Braucht es Nahrung, Medizin oder einfach einen Ansprechpartner, erscheint im Display das jeweilige Signal dafür.

Neue Generation kann mehr
Die neue Tamagotchi-Generation, so preist der Hersteller an, können noch mehr: Per Infrarotstelle finden sie jetzt Freunde, dürfen sich verlieben. Wer Pech bei der Partnerauswahl hat, dem hilft der Heiratsvermittler auf die Sprünge - fast wie im wahren Leben. Wer auf seine Frage "Allein?" mit "Ja" antwortet, dem übergibt er ein Sackerl mit potenziellen Kandidaten.

Tamagotchi-Babys
Auch Babys werden im Kleincomputer gezeugt: Zwei Tamagotchis werden über Infrarotstelle miteinander verbunden. Auf Knopfdruck feiern sie Hochzeitsnacht. Das Display wird ganz Schwarz, anschließend hüpft ein Tamagotchi-Baby durchs Bild. Ist es erst einmal auf der Welt, müssen seine Eltern nach zwei Tagen sterben. "Es ist zwar traurig, dass eine Generation eingeht, aber in Computerspielen wird viel mehr gestorben", sagt Doreen Hanschk von der Nürnberger Bandai-Niederlassung. Die Zielgruppe des Spiels, die Zehn- bis 20-Jährigen, könnten sich testen, "ob sie zum Elternsein taugen". (apa)