2008 im Zeichen breitentauglicher Spiele:
Games-Branche will Mainstream erobern

Die Games-Branche will in diesem Jahr endgültig den Durchbruch zum Mainstream schaffen. 2008 soll ganz im Zeichen des Casual Gamings - sprich breitentauglicher Spiele - stehen, die sich mitunter innerhalb kurzer Zeit durchspielen lassen. Wie das Wired Magazine berichtet, bestimmt das Thema Casual Games auch die Spielekonferenz DICE, die in Las Vegas stattfindet. Games, die durchschnittliche Spieler ansprechen, die sich nur unregelmäßig diesem Medium widmen, werden laut den Experten zu einem immer zentraleren Standbein der Industrie.

"Vor fünf Jahren herrschte eine Paranoia, dass unsere Industrie verschwinden könnte und die Gamer sich einer anderen Unterhaltungsform zuwenden", sagt der DICE-Sprecher Tetsuya Mizuguchi. Jetzt aber trete genau das Gegenteil ein und die Branche expandiere mit Casual Games über Plattformen wie die dritte Konsolengeneration, aber auch mithilfe von Download-Spielen aus dem Netz, die wenig kosten. Gerade die familientauglichen Games wie etwa Sims oder Partyspiele wie Sing Star sprechen die breite Masse an und generieren Zielgruppen außerhalb der Hardcore-Gaming-Szene von früher.

"In der Videospielbranche haben sich inzwischen zwei Seiten durchgesetzt. Die Hardcore-Spieler der ersten Stunde und die Casual Gamer. Letztere wollen wir auch in Zukunft verstärkt ins Auge fassen, in diese Richtung geht es ganz klar weiter", so auch die Einschätzung von Reinhard Leeb, Geschäftsführer von Electronic Arts in Österreich. Konsolen, für die es eine Vielzahl von breitentauglichen Spielen gibt, verkaufen sich derzeit wie warme Semmeln. Spitzenreiter sind derzeit Nintendos Wii und DS.

Vor einigen Jahren noch gab es nur wenige Geräte, die auf Casual Games ausgerichtet waren, entsprechend verhalten entwickelten sich auch die Spiele in dem Bereich. Doch jetzt sei die Situation eine ganz andere, sagt Mizuguchi, der sich bereits vor sechs Jahren mit der Entwicklung kreativer Games beschäftigte. Anfangs seien auch die Preise noch vielfach zu hoch gewesen, während inzwischen über Online-Dienste wie jenem der Xbox 360 bereits für zehn Dollar Games heruntergeladen werden können. (pte/red)