Flug-Chaos wegen Computerpanne: Jetzt starten Jets in Großbritannien wieder!

Totalchaos im britischen Flugverkehr, Starts und Landungen waren nicht möglich! Grund: Computerpanne - der Ausfall eines Zentralcomputers hatte die Flughäfen weitgehend für rund eine Stunde lahm gelegt. Auch in Österreich blieben AUA-Maschinen, die nach England starten wollten, auf dem Boden. Nach Behebung der Panne startete der Flugbetrieb langsam wieder - Zehntausende Passagiere mussten mit 2 bis 3 Stunden Verspätung rechnen! Auch der größte Flughafen Europas, London-Heathrow, meldete weiterhin "ernsthafte Probleme".

Während der Computerpanne wurden zeitweise fast alle Starts auf unbestimmte Zeit verschoben. Nachdem das Problem im Zentralcomputer der Nationalen Flugüberwachung behoben war, kam der Flugverkehr am Vormittag langsam wieder in Gang.

Wo das Computerproblem genau lag, war am Vormittag noch unklar. Adrian Yalland, Sprecher der Nationalen Flugüberwachung, erläuterte: "Der Grund, warum die Maschinen am Boden bleiben mussten, war, dass es alles noch verkompliziert hätte, wenn wir sie in die Luft gelassen hätten." Die Flugüberwachung habe angesichts des Computerausfalls schon genug damit zu tun gehabt, die Maschinen im Auge zu behalten, die sowieso schon in der Luft gewesen seien. Die meisten Landungen konnten planmäßig ablaufen.

Computerpanne im zentralen Kontrollsystem
Der Ausfall der Flüge wurde durch Probleme mit der Computer-Anlage im Flugüberwachungszentrum der NATS in Swanick ausgelöst. Das System dort wurde im Jänner 2002 mit Verspätung eingerichtet und machte seither einige Probleme.

Das 18 Monate alte zentrale Computersystem der privatisierten Flugüberwachung wird in den britischen Medien als eines der modernsten der Welt beschrieben. Es war jedoch von Anfang an umstritten. Experten verwiesen am Donnerstag darauf, wenn es noch mehrere Überwachungszentren gäbe, hätte sich das Problem nicht sofort auf das ganze Land auswirken müssen.

(apa)