Experte nach Flug-Chaos wegen Computer- Panne: "Das ist in Wien unmöglich"

Das ist in Wien unmöglich, sagen Experten der Flugverkehrskontrolle Austro Control: Gemeint ist das Flug-Chaos, ausgelöst durch eine Computerpanne. Zwei Stunden lang waren Starts und Landungen nicht möglich! Nach Behebung des Schadens lief der Betrieb langsam wieder an - Zehntausende Passagiere mussten mit 2 bis 3 Stunden Verspätung rechnen!

Experten verwiesen auf die hohe Ausfallsicherheit der österreichischen Kontrolleinrichtungen: "Wir haben ein tripliziertes System", so der Abteilungsleiter für den Bereich IT, Eduard Helbig, am Donnerstag im Gespräch mit der APA. Für den Ausfall des britischen Dienstes sei ein Softwareupgrade verantwortlich, das nicht funktioniert habe, vermutete der Technikexperte.

Laut Helbig sollte das britische "Flight Processing System" in der Nacht auf Donnerstag upgedatet werden. Die neue Version habe sich als fehlerhaft entpuppt, wodurch ein Umschalten auf das Notsystem und ein "Downgrade" auf die alte Version nötig geworden sei. Dabei sei es zu den Verzögerungen gekommen.

Helbig weiter: Auch in Österreich kann das Einspielen neuer Software zu Problemen führen. Allerdings würde das System nach außen nicht still stehen, die Flugzeuge müssten also nicht am Boden bleiben. "Dann hätten wir nur interne Turbulenzen, unsere Kunden, die Airlines, können aber bedient werden."

Werde in der Austro Control ein Upgrade installiert, werde die alte Version erst dann vollständig gelöscht, wenn die neue stabil laufe. Um einen Ausfall auszugleichen, gebe es in der Austro Control drei unabhängige Systeme, wodurch laut Helbig bei einem Ausfall immer noch zwei zur Verfügung stehen, auf die bei Bedarf jeweils in Sekundenbruchteilen umgeschaltet werden könne. In London laufe die Flugplanung nur auf einem duplizierten System, vermutete er.

(apa)