Europäer lassen sich von Apple abzocken:
iPad bis zu 25 Prozent teurer als in den USA

Das iPad ist mittlerweile weltweit in zehn Ländern erhältlich und beschert Apple satte Erlöse. Nach dem Verkaufsstart in der Schweiz, Deutschland und sieben weiteren Staaten wurden jedoch kräftige Preisunterschiede in den einzelnen Regionen bekannt. Wie die Handelsabteilung der Commonwealth Bank of Australia CommSec aufzeigt, ist der Tablet-Computer in Europa weltweit am teuersten. iPad-Käufer zahlen hierzulande um bis zu 25 Prozent mehr für das Gerät als in den USA.

Der Preis für ein 64GB-iPad mit 3G und WLAN liegt etwa in Großbritannien bei umgerechnet 1.010 Dollar. Deutsche und Schweizer Verbraucher müssen dafür mit 980 bzw. 905 Dollar ebenso deutlich mehr auf den Tisch legen als in den USA. Dort ist das Gerät mit gleicher Ausstattung um 829 Dollar erhältlich. Dabei sollte das Produkt in der Theorie abzüglich Frachtkosten und lokaler Steuern eigentlich überall gleich teuer sein, meinen die Experten bei CommSec.

In Australien, Kanada und Japan weichen die Kosten für den Tablet-PC nach Umrechnung in Dollar weniger deutlich von den US-Preisen ab als in Europa. CommSec zufolge ist fraglich, ob die größeren Unterschiede tatsächlich nur auf den nach wie vor höher bewerteten Euro bzw. Franken oder das stärkere britische Pfund zurückzuführen sind oder ob Apple die Preise in europäischen Märkten nicht doch zu hoch angesetzt hat. Besonders die Gemeinschaftswährung hat in den vergangenen Monaten massiv an Wert verloren.

Zwei-Millionen-Marke geknackt
Nach weiteren Verlusten des Euros gegenüber dem Dollar könnten die iPad-Preise auf globales Niveau sinken. Zudem würden so Exporte angekurbelt und das Wirtschaftswachstum gestärkt. Noch können US-Reisende bei Apple-Produkten aber kräftig sparen, wenn sie in Übersee gekauft werden. So ist auch der iPod nano mit 16GB-Speicher um 36 Dollar günstiger zu haben als in der Schweiz.

Nach Angaben von Apple hat das iPad seit seiner Markteinführung in den USA am 3. April die Zwei-Mio.-Marke geknackt. Auch in Europa verzeichnet der Konzern mit dem Hype-Gerät eine hohe Nachfrage. Hier ist es neben Großbritannien, Deutschland und der Schweiz bereits in Spanien, Italien und Frankreich verfügbar. Im Jahresverlauf soll der Vertrieb weltweit in einigen weiteren Ländern aufgenommen werden. (pte/red)