Chiphersteller Intel und AMD mit positiven Ausblicken

Nach den jüngsten Prognosen der beiden größten Chiphersteller der Welt, Intel und AMD, erwarten Analysten eine leichte Erholung des Marktes. "Der Markt für Geräte, die Halbleiter enthalten, ist möglicherweise nicht weiter rückläufig und scheint sich etwas aus der Talsohle zu bewegen", kommentierte Hanry Asher, Präsident der Northstar Group die jüngsten Prognosen.

Kurz nachdem AMD am vergangenen Donnerstag seine positiven Erwartungen für das laufende Quartal bekannt gab, korrigierte Marktführer Intel seine Prognosen nach oben. Anfang der Woche hatte bereits der Halbleiterhersteller Texas Instruments seine Umsatzerwartungen auf Grund der gestiegenen Nachfrage nach Handy-Chips erhöht.

Intel & AMD
Intel setzte am Donnerstagabend seine Umsatzprognosen für das vierte Quartal auf 6,8 bis 7,0 Mrd. US-Dollar (6,81 Mrd. Euro bis 7,01 Mrd. Euro) herauf. Zuvor war das Unternehmen von einem Quartalsumsatz von 6,5 bis 6,9 Mrd. US-Dollar ausgegangen. AMD rechnet mit einem Umsatz von bis zu 700 Mio. Dollar im vierten Quartal. Das sind rund 35 Prozent mehr als im dritten Quartal 2002 (508 Mio. Dollar).

Flash-Speicherprodukte
Die anhaltend starke Nachfrage nach so genannten Flash-Speicherprodukten für Mobiltelefone sei der Hauptgrund für die positive Entwicklung, teilte AMD mit. Das Unternehmen aus Sunnyvale (Kalifornien) verzeichnete nach eigenen Angaben jedoch auch höhere, zum Teil saisonbedingte Umsätze mit PC-Prozessoren.

Hohe Nachfrage in Asien
Für Intel sei die hohe Nachfrage nach PC-Chips in Asien die hauptsächliche Antriebsfeder für die gesteigerten Erwartungen, sagte Finanzchef Andy Bryant. Eine grundsätzliche Erholung des Marktes sei jedoch nicht zu erkennen. Für das Gesamtjahr erwarte das Unternehmen ein Wachstum des Bruttogewinns um rund 49 Prozent. Damit liege Intel am unteren Ende seiner Prognosen von 49 bis 53 Prozent.

Führende Hersteller von Personal Computern expandieren derzeit im asiatischen Markt. Der Verkauf von PCs wird allein in China nach Angaben des Marktforschungsinstituts IDC im Jahr 2004 um 41 Prozent auf 5,5 Mio. steigen. Hewlett Packard plant nach eigenen Angaben, sich im kommenden Jahr verstärkt dem asiatischen Markt zuzuwenden. Toshiba erwartet einen Umsatzzuwachs in diesem Bereich von mehr als einem Fünftel in diesem Geschäftsjahr (31. März). Die malaiische Niederlassung des japanischen Unternehmens NEC geht von einen Umsatzwachstum um die Hälfte in diesem Jahr in Asien aus.

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