Ultrabook
Ultrabook im Trend: Alles nur ein Hype?
Notebook-Hoffnung derzeit auf Talfahrt
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Zweifelsohne haben Tablets den mobilen PC-Sektor in Bedrängnis gebracht. Die von Intel ins Leben gerufene Wunderwaffe heißt Ultrabook und soll das Image der Notebooks entstauben: Flach und leistungsstark heißt die Devise, ohne dabei auf den altbewährten Komfort bei Eingabe und bei Schnittstellen verzichten zu müssen. Aber geht das Konzept schon auf?
Den Begriff hat Intel erfunden und markenrechtlich schützen lassen. Als Ultrabook definiert der Chip-Hersteller flache und leichte Geräte, die mindestens fünf Stunden durchhalten und innerhalb weniger Sekunden startklar sind. Keine Überraschung: An Bord muss ein Intel-Prozessor aus der zweiten Generation der Core-Reihe sein. Das konnte am Praxisbeispiel eines Toshiba Portegé Z830 auch zweifelsohne nachvollzogen werden.
Ungewisse Zukunft?
Auch die PC-Hersteller setzen Hoffnung in die Intel-Schöpfung. Der Absatz ist 2011 um nur 3,8 Prozent gewachsen, weitaus weniger als noch vor einigen Jahren. Und die Gewinnmargen sind schon seit langem extrem niedrig. Im Laufe des Jahres kommen 75 Ultrabooks heraus, schätzt Intel. Ob die Geräte es in den Massenmarkt schaffen oder trotz der Modell-Vielfalt in der Nische bleiben, ist offen.
Andere sind da skeptischer. "Wir sind der festen Überzeugung, dass es für Ultrabooks ein großes Potenzial gibt", sagte Toshiba-Manager Gabriel Willigens. Dies werde sich aber auf kleinere Formfaktoren beschränken. "Ich denke kaum, dass sich 15-Zoll-Ultrabooks behaupten werden." Die traditionellen Notebooks hätten daher weiter ihre Berechtigung. Einen Marktanteil von 40 Prozent, wie von Intel einmal geschätzt, werde die neue Kategorie aber kaum erreichen.
Preise auf Talfahrt
Die Preise auf dem heiß umkämpften Markt für Ultrabooks werden in den nächsten Wochen und Monaten weiter fallen. Wie das taiwanesische Branchenportal DigiTimes berichtet, sind von der Entwicklung vorerst noch die nordamerikanischen Märkte betroffen. Der Preisfall lässt sich am Beispiel von Acers S3 Ultrabook für 799 Dollar (rund 608 Euro) in den USA nachvollziehen. Aber auch die Preise für die Geräte der Rivalen Lenovo und HP haben sich in den vergangenen Wochen um 25 bzw. 21 Prozent verbilligt.
Obwohl Branchenbeobachter derzeit nicht davon ausgehen, dass Ultrabooks - wie von Intel einst prognostiziert - bis Ende des Jahres 40 Prozent der gesamten Notebook-Auslieferungen ausmachen werden, dürfte der breite Vertrieb im Retail-Channel den Verkauf ankurbeln. Dem Bericht nach bestehen gute Chancen, dass sich die Preise im zweiten Quartal im Durchschnitt von derzeit rund 1.000 Dollar auf dann zwischen 699 und 799 Dollar einpendeln werden.
Schleichender Notebook-Wandel, kein Hype
Einer ersten Einschätzung zufolge dürfte es sich bei Ultrabooks mittelfristig um nichts anderes handeln, als einen Überbegriff für den Nachfolger traditioneller Notebooks oder für einen radikalen Schritt zum "Notebook 2.0" innerhalb der von Intel vorgegebenen Spezifikationen. Sogesehen mag die Bezeichnung und Positionierung allein vielleicht ein (Marketing-)Hype sein. Mit den dahinter stehenden Produkten zeichnet sich aber ein durchaus klarer Notebook-Wandel ab, der aufgrund der erwähnten Preisproblematik momentan doch nur schleichend ist und nicht den erhofften Einschlag bewirkt.











