Xbox Live sperrte Spieler aus "Fort Gay":
Microsoft hielt Ortsnamen für schwulen Witz
- 26-Jährigem wurde Zugang mehrere Tage verweigert
- Konzern plant Entschuldigung für "Missverständis"

Der Software-Konzern Microsoft hat einem Spieler wegen dessen Heimatort Fort Gay für mehrere Tage den Online-Zugang für das Xbox Live Netzwerk verweigert. Der Ort liegt im US-Bundesstaat West Virginia, aber als der 26-jährige Josh Moore versuchte, Microsoft das mitzuteilen, wollte man ihm dort nicht glauben. Stattdessen wurde sein Zugang gesperrt, bis Moore schließlich doch die Mitarbeiter überzeugen konnte, dass der Ort in seinem Profil "Fort Gay WV" kein Witz und auch keine Beleidigung ist. "Gay" bedeutet im Englischen "bunt", "fröhlich" oder "lebenslustig", wird aber umgangssprachlich für "schwul" verwendet.
"Ich war wütend", sagte Moore. "Ich hatte das Gefühl, dass sie Schwule hassen." Er sei nicht homosexuell, fühle sich aber trotzdem diskriminiert. Sogar Bürgermeister David Thompson schaltete sich ein, erreichte allerdings wenig. Microsoft habe ihm mitgeteilt, dass der Name seiner Gemeinde keine Rolle spiele, sagte Thompson dem Sender WSAZ. Das Wort "gay" sei in jedem Zusammenhang unangemessen. Der zuständige Microsoft-Direktor Stephen Toulouse sagte, es handle sich um ein Missverständnis und kündigte eine Entschuldigung an. (apa/red)











