Deutschland wehrt den Lauschangriff ab:
Telekom und Vodafone löschen Vorratsdaten
- Bundesverfassungsgericht hebt die Regelungen auf
- Bisher erhobene Datensätze müssen gelöscht werden

·Deutschland stemmt sich gegen Big Brother
Vorratsdatenspeicherung offiziell verfassungswidrig
·E-MEDIA: Sie werden uns bald beobachten
Ab 2010 werden Daten aller Bürger gespeichert
·"Größte Sorgfalt" im Umgang mit Daten
Nach EuGH-Urteil: Bures betont Datenschutz in Ö
Einen Tag nach dem Urteil zur Vorratsdatenspeicherung haben die deutschen Telekommunikationskonzerne mit der Löschung der riesigen Datenmengen begonnen. Ein Sprecher der Deutschen Telekom sagte am Mittwoch: "Wir haben den Prozess gestartet." Insgesamt müssten allein beim größten deutschen Telekommunikationskonzern 19 Terabyte an Daten vernichtet werden. Das entspricht 4,85 Milliarden A4-Seiten.
Auch Vodafone berichtete, man habe bereits in der Nacht mit der Löschung begonnen. Es werde so gelöscht, dass die Daten nicht mehr wiederherstellbar seien, betonten beide Unternehmen. Dies werde aber mit Sicherheit mehrere Tage in Anspruch nehmen.
Das deutsche Bundesverfassungsgericht hatte am Dienstag entschieden, dass die Vorratsdatenspeicherung in der geltenden Form gegen das vom Grundgesetz geschützte Fernmeldegeheimnis verstößt und strenge Auflagen für eine Neufassung gemacht. (apa/red)











