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19.5.2010 09:47

Mit Google auf den Goldkursen unterwegs:
Street View "spioniert" auch Olympia aus

  • Schneemobil fotografierte Skigebiete in Vancouver
  • "Fotoshooting" wird zu einer 3D-Ansicht verpantscht

Big brother is watching you - und nicht nur Sie, sondern auch die Olympischen Winterspiele. Der höchst umstrittene Google-Dienst Street-View hat anlässlich der derzeit stattfindenden Winterspiele in Kanada die Austragungsorte integriert und somit das Gefühl ermöglicht, via 3D-Ansicht "hautnah" dabei zu sein.

Die Umsetzung der Katalogisierung ist denkbar einfach: Anstatt der bisher verwendeten Kamerafahrzeuge wurde das technische Equipment schlicht und ergreifend auf ein Schneemobil verfrachtet, um damit das Bildmaterial für die Schauplätze von 15 Disziplinen zusammenzuschaufeln. Der Suchriese erzeugte dann aus der abfotografierten Landschaft schließlich eine Pseudo-3D-Ansicht, die nun im Internet in groben Abstufungen erkundet werden kann.



Orientierungslos
In der Praxis erwies sich das "hautnahe Erlebnis" recht ernüchternd: Man wurde spontan an einen Ort verfrachtet und klickte sich via gelber Leitlinien durch einen Fotodschungel, der die Frage als Ortsfremder weiterhin offenließ, ob dort tatsächlich die Winterspiele stattfinden. Oder wollten Sie vielleicht immer schon wissen, wie es ist, NEBEN einer Bobbahn entlang zu fahren? Kein Problem, Street View schaffte es, auch damit Ihre Zeit totzuschlagen. Auffallend einmal mehr jedoch der Umstand, dass es Google mit der Privatsphäre nicht so ernst nahm: War der Skifahrer dort drüben nicht mein Arbeitskollege, der sich seit einer Woche krank gemeldet hatte? Egal - Wenn man der Devise des Suchriesen "Don't be evil" folgt, hat man ja nichts zu befürchten... (red)

Links:
Google Maps (Olympische Austragungsorte)

19.5.2010 09:47
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