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6.11.2009 17:51

Datenspeicherung kommt: Neuer Anlauf
für heftig umstrittenes Überwachungsgesetz

  • Telefon- & Internet-Verbindungen künftig gespeichert
  • Regierung will Eu-weite Vorschrift bis 2010 umsetzen

Die Regierung unternimmt einen neuen Anlauf zur Umsetzung der EU-weit vorgeschriebenen "Vorratsdatenspeicherung" von Telefon- und Internet-Verbindungen. Ab 2010 sollen damit auch in Österreich Verbindungsdaten automatisch gespeichert werden. Weil eine entsprechende Richtlinie aus dem Jahr 2006 noch nicht umgesetzt wurde, hatte die EU-Kommission Österreich beim Europäischen Gerichtshof verklagt.

Die zuständige Infrastrukturministerin Bures hat nun beim Ludwig-Boltzmann-Institut für Menschenrechte einen Gesetzesentwurf in Auftrag gegeben, der eine möglichst zurückhaltende "Mindestumsetzung" der umstrittenen Überwachungsmaßnahme bringen soll. Das betrifft etwa Angaben darüber, von wo aus, wie lange und mit wem der Besitzer eines Handys telefoniert, welche Internet-Seiten die Kunden besuchen und an welche Adressen sie Emails schreiben. Nicht gespeichert werden die Inhalte von Telefongesprächen, SMS und Emails.

Löschung der Daten nach sechs Monaten
Der Gesetzesentwurf sieht die Löschung der Daten schon nach sechs Monaten vor (laut Richtlinie kann diese Frist zwischen sechs und 24 Monaten betragen). Der Zugriff soll den Behörden außerdem nur bei Verdacht einer schweren Straftat und auch dann nur mit richterlichem Befehl möglich sein, berichten mehrere Tageszeitungen in ihren Freitag-Ausgaben. Ausnahme: Zur Abwehr eines angekündigten Verbrechens oder zur Lebensrettung (z.B. "Handypeilung" nach Lawinenabgang) ist ein Zugriff auch ohne richterlichen Befehl möglich.

Der Entwurf soll bis 24. November in Begutachtung gehen. Die Löschung der Daten nach nur sechs Monaten sei mit der ÖVP akkordiert, in Details gebe es aber noch Diskussionsbedarf, hieß es auf Anfrage der APA im Infrastrukturministerium. In der Vergangenheit hatte sich das Innenministerium für längere Fristen stark gemacht. (apa/red)

6.11.2009 17:51
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Frustriert, 06. 11. '09 21:45
Es gibt auch noch eine zweite Seite...
Den Überwachungsapparat interessiert es doch nicht die Bohne, welche erotischen Internetseiten Herr XY besucht, ausgenommen es handelt sich um Kinderporno. Es interessiert auch niemand, wie lange Frau XX ihrer Freundin am Telefon von ihrem Seitensprung berichtet. Wenn man aber in einer Firma tätig ist, in der in abscheulicher Regelmäßigkeit Bombenalarme eingehen, dann macht die Sache schon Sinn. Dann wird man für eine solche Überwachung sogar dankbar und hofft, dass der Richter auch die Genehmigung über die Ausforschung der Quelle erteilt.
Ich bin wirklich keine Freundin der EU. Auch ganz ohne diese Institution wäre ich über diese Form der Überwachung dankbar. Und ich würde an meinen Surfgewohnheiten bzw. an meinem Telefonverhalten gar nichts ändern.
Michl1200, 06. 11. '09 20:16
Raus aus der EU
Wo bleiben die Menschenrechte?Dann heißt es EU-Stasi.Oder kommen wieder die 38siger Jahre.Wo man nichts am Telefon sagen darf oder im Internet schreiben.Weit haben wir es gebracht.DANKE EU
maultier, 06. 11. '09 19:56
wir betrogenes Wahlvolk...
Die Rot-Schwarze Politbrut ist im Begriffbei uns eine Filiale
der Brüsselmafia aufzubauen
pusher23, 06. 11. '09 19:20
crank²³
einfach unfassbar
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